Es ist 3:27, 18:27 oder noch 5:02 Stunden bis zur Ankunft in Frankfurt. Der Blick aus dem Fenster offenbart außer dem roten Blinken vom Flieger und ein paar Sternen nur Dunkelheit und so nutze ich die Zeit, um die vielen Eindrücke aus Hawaii zu digitalem Papier zu bringen.

Nachdem die Wohnung ausgeräumt, der Fernseher verkauft und die meisten Ikea-Möbel dank 365 Tagen Geld-zurück-Garantie wieder retourniert wurden, hieß es am 1. Jänner also Goodbye Bellevue und Aloha Hawaii.

Wir sind zuerst nach Hawaii, also Big Island geflogen und die Ankunft hat mich irgendwie an Koh Samui erinnert:

Big Island ist „überraschenderweise“ die größte der hawaiianischen Inseln – größer als alle anderen Inseln gemeinsam – und so gibt es viel zu erkunden.

James Cook war nicht nur der erste Europäer in Hawaii, er wurde bei seinem dritten Besuch auf der Insel nach der Entführung von Kalaniʻōpuʻu von den Hawaiianern erschlagen. Die Stelle kann man heute als Captain Cook Memorial besichtigen. Allerdings nur per Kajak, das wir vorab nicht gemietet hatten oder per mehrstündigem Hike, den wir für den ersten Tag auch nicht machen wollten.

Die Bucht mit Lavasteinen war aber trotz Wolken schon ein erster Vorgeschmack auf die tolle Landschaft, die wir auf Big Island noch sehen sollten.

Eine kurze Fahrt zu einer der nächsten Buchten brachte uns zum Place of Refuge. Gelang es Straftätern früher diesen Ort zu erreichen, durften sie nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.

Mit welchem Song startet man auf Hawaii in den Tag?

Nachdem ich das Glück hatte schon öfter in Key West am Southern Most Point zu sein, durfte ich diesmal den tatsächlich südlichsten Punkt der USA besuchen 😉

Der südlichste Punkt ist hauptsächlich für seine Klippen bekannt, die aufgrund der Höhe und der Wellen ziemlich beeindruckend sind.

Während ich mich aufs Schauen beschränkt habe, gibt es natürlich auch Leute, die da runter hupfen.

Hier war es im Gegensatz zum vorigen Tag auch wärmer.

Unser Ziel für diesen Tag lag aber weiter im Norden und so sind wir nach einem weitern kurzen Zwischenstopp an einem schwarzen Strand weiter zum Volcanic National Park gefahren.

Big Island ist die jüngste Insel und daher gibt es hier auch noch einen aktiven Vulkan, der schon untertags beeindruckend ist, aber so richtig atemberaubend wurde es dann erst am Abend (aber dazu später).

Übrigens raucht es hier nicht nur aus dem Krater…

Lava fließt nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch durch sogenannte Lava Tubes, durch die man auch spazieren kann. Innen dunkel daher kein Foto 😉

Als wir aus der Tube gekommen sind, ging auch schon die Sonne unter.

Hier kann man das orange Glühen schon erahnen.

Nach unserem Abendessen (das Foto oben war der Blick aus dem Restaurant) ging es dann zurück zum Aussichtspunkt, bei dem wir schon am Nachmittag waren.

Die glühende Lava in der Nacht ist um einiges beeindruckender und lässt sich leider nur schwer festhalten.

Nachdem wir bisher noch nicht am Strand waren, ging es am nächsten Tag zum, unserer Meinung nach, schönsten Strand der Insel, der nur über eine Dirtroad UND einen 15-Minuten Hike über eine Lavafeld erreichbar ist. Schöne und v.a. nicht überlaufene Strände muss man sich eben verdienen (@C&C es hat mich ein bisschen an unseren Mallorca-Ausflug erinnert).

Das war erst der Strand, der direkt am Ende der Dirtroad liegt. Auch nicht schlecht, aber wir sind weiter zum nächsten Strand. 😉

Es ist fast geschafft.

Der erste Teil ist noch steinig…

…der zweite Teil nicht mehr. Und ich war so entspannt, dass ich nicht einmal ein Foto gemacht habe. 😎

Nachdem wir so viele Strände auf unsere Bucketlist hatten, ging es nach ein paar Stunden weiter.

Same day – another beach…

Der Strand war zwar sehr schön aber nach unserem einsamen weißen Strand fühlten wir uns hier doch etwas zu touristisch. Lifeguard, check. Viele andere Leute, check. 😉

Den Mauna Kea und die dortige Sternwarte haben wir dann leider doch nur aus der Ferne gesehen.

Big Island besteht klimatisch aus 2 Hälften, die, je nachdem wen man fragt, als dry/wet bzw. brown/green bezeichnet werden. Jeder versucht sich also seine Hälfte schön zu reden obwohl beide ihren Charme haben =)

Nachdem wir bisher nur in der trockenen/braunen Hälfte waren, sind wir am nächsten Tag nach Hilo gefahren.

Hilo Altstadt

Nach einem ausgezeichneten Mittagessen ging es weiter zum Akaka Falls State Park. Man sieht schon, wir sind auf der grünen Hälfte 😉

Schwer konzentriert

Der letzte Stopp auf unserem Insel-Roundtrip führte uns zum Waipi’o Valley Lookout.

Unser AirBnB lag nicht nur weit oben, sondern schon fast im Dschungel und so war es in der Früh immer relativ frisch. Aber wer will sich schon beklagen, schließlich sind wir auf Hawaii =)

Nachdem uns der Strand so gut gefallen hat, sind wir wieder über die Dirtroad und das Lavafeld. Aber nicht ohne davor bei einer anderen Lava Tube stehen zu bleiben.

Es wird nicht empfohlen die Lava Tube zu betreten, da die Decke einstürzen kann. Das sieht dann so aus:

Diesmal waren wir am Strand nicht alleine.

Monk Seal

Ich weiß ja nicht, aber da will man bloß den schönen Sonnenuntergang am Flughafen filmen und dann so ein Ende… 😂

So sehen übrigens alle Gates in Kona aus:

Trotz 13. Reihe sind wir gut in Honolulu angekommen. Die Hawaiianer sind da offensichtlich entspannter bei der Nummerierung.

More to come…